Außerhalb der Altstadt

Egal durch welches Tor man die Altstadt verlässt in allen vier Himmelsrichtungen warten Sehenswürdigkeiten. Auf dem Ölberg sind es grandiose Ausblicke, nach Westen auf die Altstadt und nach Osten in die Judäische Wüste, dazu geschichtsträchtige Kirchen, jede mit ihrem ganz eigenen Flair; 

die Himmelfahrtskapelle, die Dominus Flevit Kirche, Gethsemane...

Im Westen laden die ersten jüdischen Viertel, wie das marokkanische Machane Israel und das europäisch anmutende Nahalat Shiva zum Schlendern ein, und weiter westlich in der jüdischen Neustadt lockt der Machane-Yehuda-Mark mit vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten, seien es exotische Halvasorten, aromatische Kaffeemischungen oder orientalische Gewürze. 

Im Süden kann man auf den Spuren der biblischen Zeit wandeln und in der Davidsstadt Stadtmauern und Häuser der Eisenzeit bestaunen, durch den heute noch wasserdurchflossenen Hiskija-Tunnel waden, und am herodianischen Siloachteich wieder ans Tageslicht kommen. Oben auf der Hügelkuppe grüßt der Koloß des King-David-Hotels und das YMCA-Gebäude mit einem Turm vom den aus man nicht nur die Altstadt sondern das ganze judäische Bergland sieht. 

Gleich daneben führen schattige Gassen in die träumerischen Winkel Mishkenot Sha'ananims, des ersten jüdischen Viertels außerhalb der Stadtmauern, und in die ehrwürdige Schönheit der Deutschen Kolonie.

Im Norden geht es ganz christlich oder ganz jüdisch zu, wie Sie möchten. Entweder man lässt sich entlang der Neviim Straße ins jüdisch-ultraorthodoxe Mea Shearim treiben oder hinein in die Zeit der ersten christlichen Niederlassungen, vorbei an den Kuppeln des Russischen Kompounds, dem florentinischen Turm des Italienischen Krankenhauses, der Neoromanik der St. Etienne Kirche und der viktorianischen Pracht des anglikanischen Missionskrankenhauses.