In der Nähe des Toten Meeres

Fährt man noch einmal die gewundene Straße von Jerusalem durch die Judäische Wüste Richtung Osten, und biegt dann nach Norden ab, ist man immer noch in der Wüste, doch wie anders ist es hier!

 

In Qasr al Yahud, der Stelle, an der Jesus von Johannes dem Täufer getauft wurde, drängen sich Kirchen aller Zeitepochen und Pilger aus aller Welt, und Sie sind buchstäblich schon fast über den Jordan, aber nur fast. Nur wenige Meter des Jordanflusses trennen hier zwischen Israel und Jordanien. 

 

Nicht weit entfernt wartet Jericho das uralte Paradies mit Dattel- und Zitrushainen und darin die Ruinen der ältesten Stadt der Welt. Bequehm mit der Seilbahn zu erreichen, hängt halsbrecherisch wie ein Schwalbennest das Qarantalkloster in den Berghängen über der Stadt.     

Und wer das Rauschen von Quellwasser unter Palmen liebt, kann sich an der berühmten 

Eliasquelle erfrischen.

Ebenfalls in der Nähe des Toten Meeres aber westlich davon befindet sich Bethlehem mit der wunderschönen, fast 1500 Jahre alten Geburtskirche und der Fruchtbarkeit bringenden Milchgrotte. Läuft man die Marktstraße entlang, kann man die evangelische, neo-romanische 

Weihnachstkirche finden. 

Nicht weit entfernt ragt das Herodion über alle Höhen der Judäischen Wüste hinaus und trägt auf seinem Rücken die Ruinen von Herodes' Palast, die Überreste seines 

Grabmonumentes sowie die Verstecke der Rebellen der großen Jüdischen Revolte und des Bar Kochba Aufstandes.